Landis+Gyr veröffentlicht Ergebnisse des 1. Halbjahres des Geschäftsjahres 2020

Zug, Schweiz; 12. Oktober 2020 – Landis+Gyr (LAND.SW) gab heute die ungeprüften Finanzergebnisse für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 (1. April bis 30. September 2020) bekannt. Wichtige Highlights:

  • COVID-19 und regulatorische Verzögerungen bei Projektgenehmigungen, mit signifikantem Einfluss auf das Geschäft von Landis+Gyr in der Berichtsperiode, resultieren in einem Nettoumsatz von USD 623.5 Millionen, einem währungsbereinigten Rückgang von 27.1%
  • Trotz vorübergehend unterbrochener und verlangsamter Installationen gab es keine nennenswerten Projektstornierungen
  • Auftragseingang von USD 456.9 Millionen entspricht einer Book-to-Bill-Ratio von 0.73;  vorranging bedingt durch regulatorische Verzögerungen in den USA und verlangsamte Ausschreibungsaktivitäten aufgrund von COVID-19
  • Auftragsbestand gegenüber Vorjahresperiode um 17.2% auf USD 2.1 Milliarden gesunken
  • Bereinigtes EBITDA* von USD 50.1 Millionen entspricht einer Marge von 8.0% im Vergleich zu 14.5% im ersten Halbjahr 2019; bereinigter Betriebsaufwand* um USD 32.2 Millionen reduziert
  • Die am 5. August 2020 angekündigte globale Restrukturierungsinitiative wird im Geschäftsjahr 2020 abgeschlossen und die Resultate werden ab 2021 vollumfänglich sichtbar
  • Konzernverlust von USD 2.0 Millionen (respektive Verlust pro Aktie von USD 0.07) beinhaltet Restrukturierungskosten in Höhe von USD 15.4 Millionen
  • Free Cashflow (ohne M&A) von USD 45.3 Millionen gegenüber USD 33.1 Millionen im ersten Halbjahr 2019
  • Netto-Cash-Position von USD 12.1 Millionen gegenüber einer Nettoverschuldung von USD 99.4 Millionen zum Ende des ersten Halbjahres 2019
  • Zusätzliche revolvierende Kreditfazilitäten in Höhe von CHF 200 Millionen wurden im ersten Halbjahr 2020 abgeschlossen und bleiben ungenutzt; Cashbestand in Höhe von USD 369 Millionen
  • Ausschüttung von CHF 2.00 pro Aktie für das Geschäftsjahr 2019 wird der ausserordentlichen Generalversammlung am 24. November 2020 vorgeschlagen
  • Ausblick hinsichtlich Nettoumsatz und Margen für das Geschäftsjahr 2020 ist von der weiteren COVID-19-Entwicklung abhängig

«In den vergangenen Monaten haben unsere Mitarbeitenden unglaublichen Einsatz und Engagement gezeigt, die Erwartungen unserer Kunden weiterhin erfüllt und gleichzeitig die Wahrung der Gesundheit und Sicherheit als oberste Priorität behandelt. Als ein weltweit führendes Unternehmen in einer essenziellen Industrie sind wir stolz darauf, weltweit Versorgungsunternehmen mit kritischer Infrastruktur zu beliefern und unseren Kunden, Energieverbrauchern und ganzen Gemeinden, dabei zu helfen, informierter und nachhaltiger mit Energie umzugehen. Seit ich vor sechs Monaten die Leitung als CEO übernommen habe, haben wir verschiedene gezielte Massnahmen ergriffen, um unsere Wettbewerbsposition weiter zu verbessern. Dazu gehören die Etablierung eines starken Führungsteams sowie die Reorganisation unserer globalen F&E-Abteilung, mit dem Ziel, weiterhin technologisch führend zu sein, schnellere Markteinführungen zu ermöglichen und die Kundennähe zu erhöhen. Darüber hinaus haben wir eine globale Restrukturierungsinitiative des Unternehmens lanciert. Trotz dieser herausfordernden Zeit waren wir in der Lage, den Cashflow zu verbessern und unsere Bilanz ist nach wie vor sehr solide. Obwohl es vorübergehend zu Installationsunterbrechungen kam, haben wir keine nennenswerten Projektstornierungen zu verzeichnen», sagte Werner Lieberherr, Chief Executive Officer von Landis+Gyr.

«Als wir am 6. Mai 2020 unsere Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2019 bekannt gaben, warnten wir vor einem potenziell wesentlichen negativen Einfluss von COVID-19 auf das Unternehmen. Es trifft zu, dass die Ergebnisse für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2020 das derzeit schwierige wirtschaftliche Umfeld widerspiegeln, das hauptsächlich durch die COVID-19-Krise, die anhaltenden regulatorischen Projektverzögerungen in der Region Amerika und die vorübergehende Unterbrechung der Installationen in anderen Schlüsselmärkten, wie zum Beispiel in Großbritannien, beeinflusst war. Wir haben im gesamten Unternehmen strikte Massnahmen zur Kostenkontrolle ergriffen, während wir gleichzeitig kontinuierlich wichtige Portfolioinvestitionen tätigen. Basierend auf diesen Grundlagen sind wir für die Zukunft gut positioniert. Eine Ausschüttung aus den Kapitaleinlagereserven in Höhe von CHF 2.00 pro Aktie wird der ausserordentlichen Generalversammlung am 24. November 2020 vorgeschlagen. Mehr Informationen zur strategischen Ausrichtung, sowie ein mögliches Update bezüglich der mittelfristigen Ziele und der Dividendenpolitik, werden wir am Kapitalmarkttag am 27. Januar 2021 teilen», sagte Lieberherr abschliessend.

Update zu COVID-19

Landis+Gyr konzentriert sich unverändert darauf, die Anforderungen seiner Kunden zu erfüllen und die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden in diesen aussergewöhnlichen Zeiten zu gewährleisten. Einige Fabriken des Unternehmens und seiner Partner waren aufgrund von Lockdowns zeitweise geschlossen, sind aber derzeit alle wieder in Betrieb. Social Distancing und alle weiteren notwendigen Hygienemassnahmen wurden in sämtlichen Einrichtungen entsprechend den örtlichen Vorschriften umgesetzt. Insgesamt gab es keine nennenswerten Auswirkungen auf die Lieferketten, jedoch bleiben Risiken bestehen, abhängig von der weiteren Entwicklung der COVID-19-Situation.

Landis+Gyr verzeichnete keine nennenswerten Projektstornierungen und die Software- und Dienstleistungsverträge laufen unverändert weiter. Das Unternehmen arbeitet eng mit allen Kunden und Partnern zusammen, um eine kontinuierlich zufriedenstellende Leistung gewährleisten zu können. Einige Kunden haben jedoch Zählerinstallationen ausgesetzt oder verlangsamt. Es gab weitere Verzögerungen bei den regulatorischen Genehmigungen von Projekten in den USA und bezüglich der Auftragsvergabe generell, wobei Kunden neue Projekte, die ursprünglich für 2020 und 2021 geplant waren, verschoben haben. Die daraus resultierende Ertragsschwäche verstärkte die Notwendigkeit einer Restrukturierung mit dem Ziel, die Kostenstruktur zu verbessern. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Prozessoptimierung, sowie der Senkung des Betriebsaufwands, ohne dadurch die technologische Führungsposition zu schwächen.

Auftragseingang, Auftragsbestand und Nettoumsatz

Wie erwartet fiel der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2020 aufgrund von COVID-19 und den damit verbundenen behördlichen Massnahmen, sowie den regulatorischen Projektverzögerungen in den USA um währungsbereinigt 44% auf USD 456.9 Millionen. Dies entspricht einem Book-to-Bill-Verhältnis von 0.73. Der Auftragsbestand ging im Vergleich zum Vorjahr um 17% auf USD 2'080.7 Millionen zurück, wobei alle drei Regionen einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten.

Im ersten Halbjahr 2020 sank der Nettoumsatz gegenüber der Vorjahresperiode währungsbereinigt um 27.1% auf USD 623.5 Millionen.

Der Nettoumsatz mit externen Kunden nach Segmenten stellt sich folgendermassen dar (in Millionen USD, sofern nicht anders angegeben):

Segment 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019 Veränderung in % Veränderung in %,
währungs-bereinigt
Americas 332.6 476.0 (30.1%) (29.2%)
EMEA 213.9 306.3 (30.2%) (30.4%)
Asia Pacific 77.0 80.5 (4.3%) (2.2%)
Gruppe 623.5 862.8 (27.7%) (27.1%)

Die Region Americas verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen währungsbereinigten Rückgang des Nettoumsatzes um 29.2%. Dies ist zurückzuführen auf COVID-19-bedingte Verzögerungen, regulatorische Verzögerungen bei Projektgenehmigungen in den USA und das Auslaufen von Projekten, welche nicht gleichwertig ersetzt werden konnten, sowie verlangsamte Ausschreibungsaktivitäten. Der Auftragsbestand der Region lag zum Ende des ersten Halbjahres mit USD 1'333.1 Millionen um 18.5% unter dem Vorjahreswert.

Der Nettoumsatz der Region EMEA sank im Vergleich zur Vorjahresperiode währungsbereinigt um 30.4%. Die vorübergehende Unterbrechung von Installationen aufgrund von COVID-19, insbesondere in Grossbritannien, war für diesen Rückgang verantwortlich. Der Auftragsbestand belief sich zum Ende der Berichtsperiode auf USD 663.2 Millionen, was einem Rückgang um 16.1% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Der Nettoumsatz der Region Asia Pacific sank um währungsbereinigte 2.2%. COVID-19-bedingte Rückgänge in Australien und Indien konnten nur teilweise durch Wachstum in Hongkong kompensiert werden. Der Auftragsbestand betrug USD 84.3 Millionen, ein Rückgang um 5.3% gegenüber dem ersten Halbjahr 2019.

Bereinigtes und ausgewiesenes EBITDA*

Das bereinigte EBITDA* nach Segmenten stellt sich folgendermassen dar (in Millionen USD, sofern nicht anders angegeben):

Segment 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2020
in % des
Nettoumsatzes
1. Halbjahr 2019 1. Halbjahr 2019
in % des
Nettoumsatzes
Americas 40.7 12.2% 92.1 19.3%
EMEA (4.3) (2.0%) 23.4 7.6%
Asia Pacific 5.7 7.4% 4.9 6.1%
Corporate (inkl. Eliminierungen) 8.0 4.5
Gruppe 50.1 8.0% 124.9 14.5%

Das bereinigte EBITDA* des ersten Halbjahres 2020 betrug USD 50.1 Millionen. Die bereinigte EBITDA-Marge* verringerte sich von 14.5% im Vorjahr auf 8.0% im ersten Halbjahr. Das bereinigte EBITDA* fiel aufgrund des tieferen Bruttogewinns in Folge von geringeren Volumen in den Regionen Americas und EMEA und konnte nur teilweise durch den reduzierten Betriebsaufwand kompensiert werden.

Der bereinigte operationelle Betriebsaufwand* wurde im Vergleich zum Vorjahr um USD 32.2 Millionen reduziert. Dieser Rückgang ist auf Massnahmen zur Kostenkontrolle, geringere variable Vergütungen und die Auswirkungen von COVID-19 zurückzuführen. Die Auswirkungen der am 5. August 2020 angekündigten globalen Restrukturierungsinitiative (Hermes) werden ab dem zweiten Halbjahr 2020 wirksam.

Im ersten Halbjahr 2020 fiel ein Verlust aus Geschäftstätigkeit von USD 9.9 Millionen an, gegenüber einem Ergebnis aus Geschäftstätigkeit von USD 84.9 Millionen in derselben Periode in 2019. Das ausgewiesene EBITDA* betrug USD 31.8 Millionen gegenüber USD 128.2 Millionen im ersten Halbjahr 2019.

Es wurden folgende Anpassungen (in Millionen USD) zwischen ausgewiesenem EBITDA und bereinigtem EBITDA vorgenommen:

  1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019
Ausgewiesenes EBITDA* 31.8 128.2
Anpassungen
    Restrukturierungsaufwand 15.4 0.6
    Einmalige

Gewährleistungsaufwendungen

(0.1)
    Normalisierte

Gewährleistungsaufwendungen

(6.7) 4.8
    Zeitdifferenz auf FX-Derivaten 9.7 (8.6)
Bereinigtes EBITDA* 50.1 124.9

Die Anpassungen zwischen dem ausgewiesenen und dem bereinigten EBITDA betrafen im ersten Halbjahr 2020 drei Kategorien: Erstens waren dies Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von USD 15.4 Millionen im Zusammenhang mit konzernweiten Rationalisierungsmassnahmen, primär Projekt Hermes, der globalen Restrukturierungsinitiative. Zweitens betraf es die Normalisierung der Gewährleistungsaufwendungen im Umfang von USD -6.7 Millionen, da die Aufwendungen in der Erfolgsrechnung unter dem durchschnittlichen Rückstellungsverbrauch der letzten drei Jahre lagen. Und drittens betrug die «Zeitdifferenz auf FX-Derivaten» im ersten Halbjahr 2020 insgesamt USD 9.7 Millionen. Dies betrifft unrealisierte Marktbewertungsgewinne aus Derivatgeschäften.

Konzernergebnis und Ergebnis pro Aktie

Der Konzernverlust im ersten Halbjahr 2020 belief sich auf USD 2.0 Millionen (Verlust pro Aktie von USD 0.07) gegenüber einem Gewinn von USD 71.8 Millionen (Gewinn pro Aktie von USD 2.45) in der Vorjahresperiode 2019.

Cashflow und Nettoverschuldung

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit belief sich in der Berichtsperiode auf USD 56.6 Millionen gegenüber USD 45.7 Millionen im gleichen Zeitraum des Jahres 2019.

Der Free Cashflow (ohne M&A) betrug im ersten Halbjahr 2020 USD 45.3 Millionen; dies entspricht einem Anstieg um USD 12.2 Millionen gegenüber dem ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019.

Die Investitionen im ersten Halbjahr 2020 beliefen sich auf USD 11.3 Millionen und lagen somit 11.0% unter dem Vorjahreswert von USD 12.7 Millionen, was das «Asset-light»-Geschäftsmodell des Unternehmens reflektiert. Das betriebliche Nettoumlaufvermögen reduzierte sich um USD 32.1 Millionen aufgrund des tieferen Nettoertrags. Auszahlungen für Gewährleistungsaufwendungen beliefen sich auf USD 7.2 Millionen gegenüber USD 23.4 Millionen im Vorjahr aufgrund von tieferen Auszahlungen für historische Komponentenprobleme.

Die Netto-Cash-Position belief sich auf USD 12.1 Millionen, verglichen mit einer Nettoverschuldung von USD 99.4 Millionen am Ende des ersten Halbjahres 2019.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 wurden zusätzliche revolvierende Kreditfazilitäten in Höhe von CHF 200 Millionen abgeschlossen, blieben jedoch ungenutzt.

Globale Restrukturierungs- und Optimierungsinitiative (Projekt Hermes)

Das Projekt Hermes, eine globale Initiative, die auf die Restrukturierung und Straffung der Organisation zur Steigerung der Effizienz und Optimierung der Kostenstruktur abzielt, wurde am 5. August 2020 angekündigt und verläuft planmässig.

Das Projekt Hermes beinhaltet, die Belegschaft um etwa 12% zu reduzieren, was rund 700 Mitarbeitenden auf allen Ebenen und in allen Regionen des Unternehmens entspricht. Ab dem Geschäftsjahr 2021 wird mit jährlichen Einsparungen in Höhe von circa USD 30 Millionen gerechnet.

Jährliche Einsparungen beim bereinigten Betriebsaufwand* von USD 16 Millionen werden ab dem Geschäftsjahr 2021 erwartet. Weitere erwartete jährliche Einsparungen bei den Umsatzkosten (Cost of goods sold) in Höhe von USD 14 Millionen werden ab dem Geschäftsjahr 2021 die Bruttogewinnmarge aufgrund der tieferen Umsätze unterstützen.

Für das zweite Halbjahr 2020 werden Einsparungen beim bereinigten Betriebsaufwand* und bei den Umsatzkosten in Höhe von jeweils USD 5 Millionen erwartet.

Es wird erwartet, dass sich die Restrukturierungskosten auf rund USD 19 Millionen belaufen werden. Davon wurden USD 14.0 Millionen im ersten Halbjahr 2020 verbucht. Vom Gesamtbetrag wurden USD 0.7 Millionen ausbezahlt, und der grösste Teil des Restbetrags wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2020 ausbezahlt werden.

In diesem Zusammenhang hat die Konzernleitung für sechs Monate eine 10%ige Kürzung des Grundgehalts vorgenommen. Grund- sowie Ausschusshonorare der Mitglieder des Verwaltungsrates wurden ebenfalls für sechs Monate um 10% reduziert.

Update betreffend Washington Department of Revenue (WADOR)

Wie im Finanzbericht 2019 erwähnt, hat das Unternehmen von der Steuerbehörde im Bundes­staat Washington, Washington Department of Revenue (WADOR), eine Steuerveranlagung für eine andere Steuerart als Gewinnsteuer in der Höhe von rund USD 22 Millionen, einschliesslich Strafgebühren und Zinsen, erhalten. Das Unternehmen ist mit dieser Veranlagung grundlegend nicht einverstanden und ist der Ansicht, dass sie im Widerspruch zu geltenden Gesetzen und Gerichtsurteilen in ähnlichen Fällen steht. Das Unternehmen ist in Diskussionen mit WADOR, um die Angelegenheit zu bereinigen. Das Unternehmen ist jedoch der Ansicht, dass eine Lösung des Problems wahr­scheinlich eine Beschwerde bei den Gerichten des Bundesstaates Washington im zweiten Halbjahr 2020 erfordern wird. Um eine Beschwerde an das Gericht einreichen zu können, muss das Unternehmen zunächst die Zahlung des Betrages in der Steuerveranlagung leisten, welche wahrscheinlich im zweiten Halbjahr 2020 vorgenommen werden wird. Obwohl der endgültige Ausgang dieses Falles nicht vorhergesagt werden kann, glaubt Landis+Gyr, dass es wahrscheinlich ist, dass die Veranlagung der Steuerbehörde in der Berufung aufgehoben wird. Daher hat das Unternehmen keine Rückstellung gebildet und erwartet, dass jede Zahlung, die geleistet wird, um eine Berufung beim Gericht einzureichen, als Vorauszahlung in der Bilanz ausgewiesen wird.

Ausschüttung an die Aktionäre

Nach der im Mai 2020 ankündigten Verschiebung der Entscheidung über die Auszahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2019, wird der Verwaltungsrat der ausserordentlichen Generalversammlung am 24. November 2020 eine Ausschüttung von CHF 2.00 pro Aktie vorschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttung von etwa 50% des Free Cashflow (ohne M&A) im Geschäftsjahr 2019. Der Verwaltungsrat erachtet diesen Betrag im Vergleich zur Liquidität des Unternehmens als umsichtig. Im Falle der Genehmigung wird die Ausschüttung aus den Kapitaleinlagereserven getätigt und ist somit von der eidgenössischen Verrechnungssteuer befreit.

Das Aktienrückkaufprogramm bleibt ausgesetzt.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2020

Anlässlich der Bekanntgabe der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2019 am 6. Mai 2020 kommunizierte das Unternehmen, dass es nicht in der Lage sei, die Auswirkungen der COVID-19-Krise auf den Nettoumsatz für das Geschäftsjahr 2020 abzuschätzen. Des Weiteren wurde erläutert, dass die Auswirkungen möglicherweise einen wesentlichen negativen Einfluss haben könnten und daher wurde zu dem Zeitpunkt keine Prognose für das Geschäftsjahr 2020 abgegeben. Landis+Gyr beobachtet die Auswirkungen von COVID-19 auf Kunden und die weltweiten Aktivitäten des Unternehmens weiterhin. Es bestehen nach wie vor viele Unsicherheiten, sowohl aufgrund von COVID-19, als auch aufgrund des allgemeinen Geschäftsumfelds in Schlüsselmärkten, wie Nordamerika, Grossbritannien, Frankreich, den Niederlande, der Schweiz, Deutschland, Australien, Indien, Brasilien und anderen Ländern, die einen bedeutenden Teil des Umsatzes von Landis+Gyr ausmachen.

Dementsprechend kann Landis+Gyr zum jetzigen Zeitpunkt nur indikative Angaben zu den Aussichten bezüglich Nettoumsatz und Margen für das Geschäftsjahr 2020 machen. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Nettoumsatz für das Geschäftsjahr 2020 zwischen USD 1.3 und 1.4 Milliarden liegen wird. Aufgrund der verbesserten operativen Hebelwirkung wird für das zweite Halbjahr mit höheren Margen im Vergleich zum ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 gerechnet.

Die Präsentation der Halbjahresergebnisse für das Geschäftsjahr 2020, die Bestandteil dieser Medienmitteilung ist, steht auf der Website des Unternehmens unter www.landisgyr.com/investors zur Verfügung.

Investoren-Webcast und Telefonkonferenz

Die Konzernleitung von Landis+Gyr wird eine Telefonkonferenz für Investoren abhalten, um die Resultate zu erläutern:

Datum und Zeit: 12. Oktober 2020 um 10.00 Uhr MEZ
Referenten: Werner Lieberherr (Chief Executive Officer)
Jonathan Elmer (Chief Financial Officer)
Audio-Webcast: www.landisgyr.com/investors/results-center/
Telefon: Europa: +41 (0)58 310 5000
Grossbritannien: +44 (0)207 107 0613
USA: +1 631 570 5613

Bitte wählen Sie sich 10–15 Minuten vor dem Beginn der Präsentation mit Verweis auf «Landis+Gyrs Halbjahresergebnisse 2020» ein.

Kontakt Medien

Eva Borowski
SVP Investor Relations & Corporate Communications
Telefon +41 41 935 6396
[email protected]

Martin Meier-Pfister
IRF
Telefon +41 43 244 81 40
meier-pfis[email protected]

Kontakt Investoren
Christian Waelti, Head of Investor Relations
Telefon +41 41 935 6331
[email protected]

Wichtige Daten

Veröffentlichung Halbjahresbericht 2020 und Nachhaltigkeitsbericht 2019/20  

28. Oktober 2020

Ausserordentliche Generalversammlung 24. November 2020
Ex-Dividenden-Datum 26. November 2020
Dividendenstichtag 27. November 2020
Auszahlung der Dividende 30. November 2020
Kapitalmarkttag 27. Januar 2021
Veröffentlichung der Jahresergebnisse 2020 5. Mai 2021
Veröffentlichung Geschäftsbericht 2020 und Einladung zur Generalversammlung 2021 28. Mai 2021
Generalversammlung 2021 24. Juni 2021

Über Landis+Gyr

Landis+Gyr ist ein global führender Anbieter integrierter Energiemanagement-Lösungen für die Energiewirtschaft. Mit einem der breitesten Angebote der Industrie liefern wir innovative und flexible Lösungen und helfen damit Energieversorgungsunternehmen, deren komplexe Herausforderungen in den Bereichen Smart Metering, Grid Edge Intelligence und Smart Infrastructure zu meistern. Mit einem Umsatz von USD 1.7 Milliarden im Geschäftsjahr 2019 beschäftigt Landis+Gyr rund 5’500 Mitarbeitende in über 30 Ländern auf allen fünf Kontinenten, mit der Mission, Energie besser zu managen.

Wichtige Hinweise

Diese Pressemitteilung erscheint in deutscher und englischer Sprache. Bei Abweichungen zwischen der englischen und deutschen Version ist die englische Version massgebend.

Diese Medienmitteilung enthält Informationen zu alternativen Performancekennzahlen. Definitionen dieser Kennzahlen und Überleitungen zu vergleichbaren Kenngrössen unter USGAAP finden sich, soweit nicht in dieser Medienmitteilung enthalten, auf S. 21 bis 27 des Finanzberichts 2019 von Landis+Gyr auf unserer Website unter www.landisgyr.com/investors.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Medienmitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Informationen und Aussagen, einschliesslich Aussagen zum Geschäftsausblick der Landis+Gyr Group AG. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen basieren auf momentanen Erwartungen, Schätzungen und Projektionen betreffend Faktoren, welche die zukünftige Geschäftsentwicklung des Unternehmens beeinflussen können. Sie schliessen die globalen wirtschaftlichen Bedingungen sowie die wirtschaftlichen Bedingungen in den Regionen und Industrien in den für Landis+Gyr wesentlichen Märkten mit ein. Derartige Erwartungen, Schätzungen und Projektionen sind allgemein an Begriffen wie «erwartet», «glaubt», «schätzt», «setzt sich als Ziel», «plant», «Ausblick», «Guidance», oder ähnlichen Formulierungen zu erkennen.

Es gibt viele bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren; zahlreiche davon liegen ausserhalb der Kontrolle des Unternehmens. Das könnte dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von denjenigen abweichen, die in dieser Medienmitteilung angenommen werden. Überdies könnte es die Fähigkeit des Unternehmens, die gesetzten Ziele zu erreichen, negativ beeinflussen. Wesentliche Faktoren, die zu solchen Abweichungen führen könnten, sind unter anderem: die Dauer, die Schwere und die geografische Ausbreitung der COVID-19-Pandemie, die Massnahmen der Regierungen zur Bekämpfung oder Minderung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie die potenziell negativen Auswirkungen von COVID-19 auf die globale Wirtschaft, die Geschäftstätigkeit des Unternehmens und diejenige der Kunden und Lieferanten; Geschäftsrisiken im Zusammenhang mit dem volatilen globalen Wirtschaftsumfeld und dem volatilen globalen politischen Umfeld; Kosten im Zusammenhang mit Compliance-Aktivitäten; die Marktakzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen; Änderungen in der Regulierung und bei den Wechselkursen; die Schätzung zukünftiger Gewährleistungs- und Garantieforderungen und dadurch entstehender Kosten sowie entsprechender Rückstellungen; weitere Faktoren, welche Landis+Gyr in seinen Mitteilungen und Eingaben im Zusammenhang mit der Kotierung an der SIX Swiss Exchange macht beziehungsweise gemacht hat. Obwohl Landis+Gyr glaubt, dass die in solchen zukunftsgerichteten Aussagen enthaltenen Erwartungen auf vernünftigen Annahmen basieren, gibt es keine Gewähr, dass diese Erwartungen erreicht werden.

 

* Für eine Überleitung der Non-GAAP-Kennzahlen siehe "Zusätzliche Abstimmungen und Definitionen" im Anhang dieser Medienmitteilung.